Fragen, die zu einer Session werden können, aber nicht müssen.

Was brauche ich um gut zu sein?
Mal angenommen, ich bin ein Theater und weiß, was ich im sozialen Netz will. Mir ist auch bewusst, dass – bei aller Kostenlosigkeit der meisten Dienste – doch zumindest Arbeitskraft und Zeit nötig sind um gute Social Media-Kommunikation zu machen, und zwar nicht nur nebenbei, nachts oder von Praktikanten. Leider bin ich mit Mitarbeitern nicht gerade überversorgt, die vorhandenen haben auch nicht gerade Langeweile und so gern ich würde, kann ich in absehbarer Zeit auch keine zusätzlichen einstellen. Kann ja mal passieren.

Und was mach ich gerade wirklich?
Also tue ich gerade, was ich kann, würde gern mehr und strategischer und ideenreicher und dialogischer und crossmedialer und storytellender werden und all das. Aber erstmal die Basisinformationen teilen, auf Premieren hinweisen und alles andere ist Kür, wenn mal Zeit ist, vielleicht.

Wollen wir mal drüber reden?
Damit wir nach dem Camp nicht nur mit neuen Ideen nach Hause fahren, was sein könnte, sondern auch mit konkreten Ansätzen, wie wir es auch mit zunächst oder dauerhaft begrenzten Ressourcen wirklich tun können, sollten wir genau das auch thematisieren, oder? Wenn ich den Text zur Session „Das Theater Heilbronn im Social Web“ so lese, haben wir es da anscheinend bereits mit einem – nicht jammern, machen! – ermutigenden Beispiel zu tun. Folgende Fragen könnten darin zu diskutieren sein. Oder in einer Vertiefungs-Session im Anschluss. Oder in einer Art Querschnittsdiskussionsgruppe für alle, die sich von der obigen Beschreibung angesprochen fühlen:

Wie verteilt sich die Social Media-Arbeit im Moment auf die vorhandenen Mitarbeiter, wie ist sie mit angrenzenden Zuständigkeiten verknüpft? Wo werden dabei vielleicht sogar ohnehin knappe Ressourcen auch noch verschwendet (z.B. weil es an Struktur und/oder Strategie fehlt)? Welche Umstrukturierungen, welche methodischen Verbesserungen könnten sich empfehlen?

Wo lauern Inhalte, Mitarbeiter und sonstige Ressourcen, die zu Social Media beitragen könnten, die aber noch nicht gefunden und/oder aktiviert sind? Worauf kann ggf. verzichtet werden um an anderer Stelle voranzukommen? Welche Aktivitäten können punktuell oder dauerhaft outgesourct werden?

Kurzum: Welche Wege führen raus aus dem „Wir könnten’s doch eigentlich besser, aber kriegen’s grad nicht hin“-Gefühl?

Also kein Grundkurs Strategische Kommunikation und auch nicht die Frage nach den kreativsten Viral-Videos oder der Wichtigkeit von Storytelling, crossmedialer Integration etc. sondern eine Art „Workshop Arbeitsstruktur“ für (auch aus den anderen Sessions) Vorgebildete, die „theoretisch“ bereits wissen, was sie wollen und worauf sie zu achten haben. Na, wie wärs? Vorab-Diskussion und Stimmungsbild, wie dies alles beim Camp vorkommen soll hier im Kommentarbereich und  in der Facebook-Gruppe (https://www.facebook.com/groups/theater.socialmedia/), oder?

Vorfreudige Grüße,
Sascha Kölzow, Dramaturg, Schauspielhaus Bochum