Wer mit Kultur nicht allzu viel am Hut hat verläuft sich selten in ein Theater, noch seltener in die Oper oder einen Konzertsaal. Für viele ist die Hürde zu hoch, in eine Kultureinrichtung hineinzugehen, um zu erfahren, was es dort zu sehen, zu erleben oder zu hören gibt. Und einfach mal zu fragen: „Hallo, was macht ihr denn hier?“ – das scheint völlig undenkbar. Auf diese unbefangene Art kann man sich Kultureinrichtungen aber neuerdings durch die Teilnahme an einem Tweetup nähern. Sie erfreuen sich in jüngster Zeit auch im Bereich der klassischen Musik zunehmender Beliebtheit. Meist tragen private Initiativen die Tweetup-Idee in die Kultureinrichtungen und organisieren sie auch. Eine davon ist die Frankfurter Initiative KultUp – Tweet up your cultural life!, die regelmäßig Tweetups in unterschiedlichen Kultureinrichtungen organisiert.

Was ist ein Tweetup?

Fleißiges Twittern beim KultUp (1) | Foto: MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt

Bei einem Tweetup treffen sich Twitterer persönlich, um sich einfach mal offline zu unterhalten oder sie treffen sich zu bestimmten Anlässen, um gemeinsam über ihre Erlebnisse zu twittern. Durch die Festlegung eines Hashtags können gleichzeitig alle Twitter-Nutzer die Tweetups online verfolgen und an ihnen teilnehmen.

Bei den von KultUp organisierten Kultur-Tweetups geht es um mehr als ein reines Zusammentreffen von Twitterern. Wir zeigen, was es in Kultureinrichtungen Interessantes und Spannendes zu entdecken gibt, öffnen den Twitterern die Türen der Kultureinrichtungen und den Kultureinrichtungen den Weg in den digitalen Raum, wo sie ihren Aktionsradius für die Dauer der Veranstaltung und darüber hinaus erweitern können. Ganz nebenbei wird bei KultUps Kultur vermittelt – ernsthaft, aber ohne erhobenen Zeigefinger, stattdessen meistens mit viel Spaß an der Sache.

KultUps sind als Reihe konzipiert, die alle vier bis sechs Wochen fortgesetzt wird. Über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen vor und nach einem KultUp wird kontinuierlich in verschiedenen Social Media und in den klassischen Medien auf die Kultur-Tweetups hingewiesen. Es werden Ankündigungsbeiträge und Nachberichte veröffentlicht, um Interesse für die Tweetups zu wecken und zu erhalten. Im Vorfeld der KultUps werden bereits informative Links und Fotos getwittert und es gibt Beiträge oder Interviews zum jeweiligen Thema im KultUp-Blog.

Die Session

Das KultUp-Team, Ulrike Schmid und Birgit Schmidt-Hurtienne, berichtet über dieses relativ neue Format der Kulturvermittlung und die bisherigen Erfahrungen damit. Wir zeigen anhand zurückliegender Beispiele, wie wir die Kultur-Tweetups vorbereiten, auf was geachtet werden muss und welche kommunikativen Möglichkeiten die Tweetups den Kultureinrichtungen bieten. Als Stichwörter seien hier nur Reichweite, Reputation und Image erwähnt.

Begrüßung der KultUper im hr-Sendesaal durch Moderator Christoph Werkhausen (@orchestrasvoice) Foto: Laura Rodriguez (hr)

Wir gehen auch auf das jüngste Experiment ein, auf das sich das hr-Sinfonieorchester mit uns eingelassen hat. Wenn ein Tweetup bei der Werkstattprobe eines Orchesters erfolgreich ist, dann sicher auch bei einer Theater- oder Opernprobe.

Wer vorab mehr über Kultur-Tweetups erfahren möchte, kann den Artikel „Hallo, was macht ihr denn hier …“ im Blog „PR im Wandel“ lesen oder sich das Interview mit Ulrike Schmid bei hr2-kultur zum KultUp beim hr-Sinfonieorchester anhören. Noch mehr Infos und Erfahrungsberichte von Kultureinrichtungen sind im Blog KultUp –Tweet up your cultural life! zu finden.

Kontakt

KultUp ¦ Blog KultUp –Tweet up your cultural life! ¦ Twitter @KultUp

Ulrike Schmid ¦ Blog Kultur 2.0 ¦ Twitter @UlrikeSchmid

Birgit Schmidt-Hurtienne ¦ Blog Kulturwirtschaftswege ¦ Twitter @KuWiWege